Good Bye Melbourne

27April2014

Wieder zurück in Melbourne. Kaum zu glauben, aber hatte echt Heimweh für die Stadt. Miri weiß einen Trick um den teueren Skybus vom Airport zu umgehen und so fahren wir mit Bus und ein paar Bahnen zurück in die Innenstadt. Riahna holt mich dann mit ihrem Auto vom Bahnhof in Hawthorn ab und sie stellt sofort fest, dass ich eine Weile kein Englisch mehr geredet hat und zieht mich auf. Nach ein paar Stunden Geplapper hab ich den Aussie-Slang aber wieder einigermaßen drauf und sie ist ganz zu frieden mit mir. Bei ihr angekommen, breite ich mich erst einmal aus, freu mich auf eine heiße und vorallem saubere Dusche und ein warmes kuscheliges Bett. Werde von ihr dann mit Pjamas und Kleidung eingedeckt und alle meine Sachen werden gewaschen. Dann kocht sie noch für mich Spaghetti Bolognese und erzählt mir was in letzter Zeit bei ihr so passiert ist. Sie arbeitet viel in der Bar bei ihr um die Ecke, um sich Geld für ihren Europa-Trip zu verdienen und war des öfteren im Krankenhaus wegen Lactose Intoleranz. Hoffentlich kann sie sich bis zu ihrer großen Reise noch erholen, sie wirkt ziemlich gestresst und ausgepowert. Miri und Annika dagegen übernachten zu zweit bei Miris Gasteltern, die aber auf Hawaii im Urlaub sind. Freitags bin ich tagsüber mit Annika und Miri nach Chadstone, um mein Phone zu reparieren, weil Annika es bei den Olgas runterschmissen hat. Im Apple Store, sollte ich 220 Dollar für ein neues Handy zahlen, bin ich natürlich erst mal total geschockt. Als Annika und Miri kommen, sind wir dann erst einmal zu einem billigen asiatischen Shop und haben es dort für 60 Dollar bekommen. Funktioniert zum Glück richtig gut. Dann wird noch einmal Kleidung geshoppt und dann geht es nach Hause zum Aufstylen. Riahna ist währendessen arbeiten gewesen, was sie die ganze Woche machen muss, um Ostern frei zu bekommen. Erschöpft macht sie sich dann mit mir fertig zum Weggehen ins Casino. Der Abend ist mega witzig, alle sind gut drauf und wir werden alle Mitglieder im Casino. Leider verlieren alle von uns die fünf gesetzten Dollar. Macht aber nichts, darauf geht es noch im Casino-Club feiern und um eins nach Hause, weil Riahna wieder sehr früh am Morgen arbeiten muss. Am nächsten Tag laufe ich mit einem Kumpel die 1000 Steps in Dandenong, eine Erhebungen in East-Melbourne. Total anstrengend und ich gebe irgendwann auf die Stufen zu zählen. Der Blick ist nach den ganzen Erlebnissen, dann nicht mehr so atemberaubend, aber ist ingesamt ein cooles Erlebniss und abends gibt es noch Fish and Chips. Sonntag Abends sind die Mädels dann alle zu Riahna eingeladen und wir essen zusammen Chicken und schauen einen Film. Ein gemütlicher Abend und Riahna erhält von uns ein Freundschaftsbändchen, das wir alle sofort anlegen. Die Tage tagsüber unter der Woche verbringe ich jeden Tag in der Innenstadt und organisiere ein paar letzte Sachen. (Souveniers, Geld tauschen, Visum). Abends mach ich mit David eine Nacht Melbourne Tour, um noch ein paar Bilder von der Innenstadt zu machen mit seiner Spiegelreflex-Kamera, habe meine ja leider in Cairns ins Meer geschmissen. Ich laufe noch einmal alle Sehenswürdigkeiten und coole Laneways ab mit Grafitti. Gehe über ein paar Brücken und an den Federation Square mit dem Flinderstreet Bahnhofgebäude und David macht echt ein paar coole Bilder. Ich besuche das letzte mal mein geliebtes Bridge Hotel, meine Lieblingsbar und treffe mich mit Camille dem neuem Au pair. Es war äußerst interessant mit ihr über ihre Sitution zu reden. Sie ist noch genauso begeistert, wie ich es am Anfang gewesen bin und erzählt mir, dass sie sogar 2 Monate länger bei der Familie sein wird und nach Bali in den Urlaub mit ihnen fahren wird. Die gleichen Probleme wie ich hat sie allerdings auch, sie kann Lucia nicht die Haare kämmen und die Kinder wollen nur fernsehen und fangen schnell an zu weinen. Die Kinder und die Familie überhaupt wieder zu sehen stellt sich als äußert schwierig dar, denn sie wirken äußert beschäftigt und können mich kaum in ihren Terminplan einschieben. Spontanes besuchen der Kinder und Camille ist auch nicht möglich, weil sie ja sonst aus ihrer Routine kommen würde und ich da ein Störfaktor wäre. Finde das ganze etwas eigenartig und bin mir gar nicht mehr so sicher ob ich da nochmal hin möchte. Aber schließlich findet sich dann an meinem letztem Abend in Melbourne doch noch einmal eine Stunde, in der ich vorbei kommen darf und Bilder zeigen kann. Der Abschied meinerseits ist dann weniger emotional. Steele erzählt mir nocheinmal, was ich für ein tolles Au pair gewesen bin und dass ich einen guten Job geleistet habe und Mia sagt nur tschüss und viel Glück. Die Kinder kann ich tagsüber verabschieden. Geplant ist eine Stunde in dem Park verbringen. Daraus wird aber nichts, weil Lucia auf dem Weg hinfällt und nicht mehr laufen will. Also laufe ich zu ihrem Haus und verabschiede mich von den Kindern. Die verstehen das aber gar nicht, Lucia ist mit Weinen beschäftigt und zur Ablenkung wird der Fernseher angemacht, weshalb wir dann alle zusammen nochmal eine australische Kinderfolge auf dem Disney Chanel anschauen. Ollie umarmt mich die ganze Zeit und wird wieder frech, Lucia sagt sie hat mich sehr vermisst. Als es dann zum tschüss sagen geht, realisieren sie das ganze aber überhaupt nicht. Am nächsten Morgen geht es um 9 Uhr los nach Warrnambool, um dort mein letztes Wochenende in Australien zu verbringen und mit Riahnas Familie Ostern zu feiern.



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Alice Springs

08April2014

Von Sydney aus fliegen wir nun in das Zentrum Australiens Alice Springs, welches mittem im Outback liegt. Nach einem Blick aus dem Flieger, können wir das erste mal so richtig die Weite Australiens begreifen. Alles was wir sehen können ist Kilometerweites Nichts. Nur roter Sand und teilweise ein bisschen Gebüsch. Nach unserem vier stündigem Flug sind wir dann endlich am Flughafen und sofort wird uns bewusst, dass uns hier wieder ein ganz anderes Australien vor den Füßen liegt. Schon allein am Flughafen sind richtig viele Ureinwohner unterwegs, da Alice Springs und der Red Center Aborigines Gebiet des Stammes Anangu sind. Dort sind keine gestressten Business Menschen, heißes Klima und tausende von Fliegen schwirren um uns herum, welche versuchen in jegliche Körperöffnungen zu gelangen. In unserem Hostel angekommen, treffen wir auf Miris Freundin Vera. Sie ist damals mit Miri in Sydney auf den Orientation-days gewesen und erzählt uns von ihrer Familie in Perth und ihren Reisen. Später am Abend fängt es plötzlich an unglaublich viel zu regnen und so verbringen wir den Rest des Tages nur im Hostel und chillen ein wenig, auch weil es am nächsten Tag schon wieder sehr früh zu einer drei Tages Tour im Uluru-Kata Tjuta National Park geht. Mit dem Wetter haben wir auch die nächsten drei Tage kein Glück. Es Dauerregen angesagt, was total untypisch für das Red Center ist, in dem es sonst nur drei mal im Jahr regnet. Unsere Gruppenleiterin Kate ist dagagen total begeistert, denn der Regen erzeugt wundervolle und äußerst seltene Wasserfälle im ganzen Park. In einem kleinen Shuttelbus fahren wir erst zum Uluru, laufen um ihn herum und schauen uns die Wasserfälle dort an, während Kate uns die Geschichten der Ureinerwohner zu besonderen Faltungen im Berg erklärt. Besteigen darf man den heiligen Berg der Anangu allerdings nicht. Früher ist das gang und gebe gewesen und der einzige Grund wieso Menschen zum 350 m hohen Monolithen gekommen sind. Aber im Laufe der Jahre hat das respektlose Beklettern überhand genommen und es gab einige Totesfälle. Das verärgert natürlich die Ureinwohner, für die der Berg äußerst heilig ist und mit nichts Negativen verbunden werden soll. Über die Geschichte und die Kulutur der Aborigines erfahren wir in einem kleinem Musuem in der Nähe des Ulurus, welches vom Stamm der Anangu geführt wird. Dort sehen wir Aborignie-Kunst, Erklärungen über ihre Heilkunde und ihre Sternbilder. Aufgaben von Männern und Frauen sind strikt getrennt. Während Frauen für Haushalt und Naturkunde zuständig sind, sorgen sich Männer um das Jagen und das Handwerk.


  Uluru-Walk Wandergruppe Uluru-Cave Wandern Auto&Crew Auto Wüste


Die Fahrten pro Tag sind unglaublich lang. Die Fahrt zum Uluru von Alice Springs aus und von dort aus zu unserem Zeltlager dauert allein schon fünf Stunden. Auch hier wird uns wieder die Weite Australiens bewusst. Im Zeltlager angekommen regnet es immer noch in strömen. Darauf ist natürlich keiner vorbereitet. Geplant ist eine Nacht in Swags unter dem Sternenhimmel mit Lagerfeuer. Daraus wird dann leider nichts. Wir improvisieren ein bisschen und umwickeln eine Welldachhütte mit Planen und legen einige Swags auf Tische. Für meinen und Annikas Swag ist leider kein Platz mehr und wir liegen am noch trockenen Boden an zehn andere Reisende gequetscht auf einer Plane. Weil das Zelt aber von einer Seite offen ist und es nachts auch noch angefängt zu stürmen, läuft Regen in unseren Slum. Am nächsten Tag wache ich um vier Uhr morgens in einer Pfütze auf und bin mehr als nur pitschnass. Der ganze Zeltplatz steht unter Wasser und man gelangt kaum zu den Toiletten. Nichtsdestotrotz geht es zum nicht vorhandenen Sonnenaufgang am Uluru. Alle sind begeistert und durch die unangenehmen Umstände haben sich die Teilnehmer noch nicht so richtig kennen gelernt, weshalb die meiste Zeit Stille herrscht. Nach dieser Flaute, fahren wir darauf vier Stunden lang zum Kata Tjuta, auch Olgas genannt. Die Stimmung hebt sich, weil die Natur dort einfach unglaublich ist. Statt nur um den einen Berg herum zu laufen, hat man hier die Chancen zwischen den Bergen zu klettern und die Natur so richtig zu begreifen. Es nieselt zwar ein bisschen, aber wir haben uns schon an das Wetter gewöhnt. Der Anblick ist einfach zu schön, die Erhebungen des Kata Tjutas wirken mächtig erdrückend auf uns.


 


Spätnachmittags kommen wir zu unserm nächsten Zeltplatz. Der Regen hört endlich auf und wir atmen alle auf, weil wir diese Nacht in Zelten schlafen können. Unser Guide kocht in großen Töpfen am Lagerfeuer Chicken-Reis und Aborigines Brot, während wir Karten spielen und uns langsam kennenlernen. Ein richtiges Survival-Camp eben. Abends können wir sogar den Mond sehen und sitzen alle um das Lagerfeuer herum und erzählen uns Geschichten und spielen Mord in Palermo. Ein richtig gemütlicher und lustiger Abend ganz ohne Goon und Party. Am nächsten Morgen geht es genauso früh los um den Sonnenaufgang an den Olgas zu sehen, welcher durch die vielen Wolken leider auch nicht zu sehen ist. Wir wandern den ganzen Tag durch den Kings Canyon und sind fast noch beeindruckter als bei den Olgas. Wir krakseln die Schlucht nach oben und haben wieder unglaubliche Sicht sowohl in die Tiefe der Schlucht, als auch in die Ferne. Langsam sind wir ganz schön erschöpft von den langen Fahrten, dem vielem Wandern und dem wenigen Schlaf und freuen uns auf die Rückfahrt nach Alice Springs, die allerdings auch wieder sechs Stunden dauert. Nach einem ausgiblichem Schlaf kommen wir wieder im Hostel an, duschen uns und machen uns auf dem Weg in ein Restaurant zu unsererm Abschiedsessen. Wieder sind einem die Menschen ans Herz gewachsen, weil man die ganzen Erlebnisse mit ihnen teilt und unangenehme Dinge gemeinsam durchsteht. Aber so ist das nun einmal im Leben, Abschiede gehören dazu. Der schlimmere Abschied steht mir aber dann erst noch in Melbourne bevor.


Am nächsten Tag fliegen wir wieder zurück in unsere zweites Zuhause Melbourne und freuen uns schon auf unsere gewohnte Umgebung.>

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Sydney

04April2014

Um 10.30 Uhr fahren wir das letzte Mal mit unserem Premier Bus und das gleich für 10 Stunden die ganze Nacht hindurch. Die Fahrt ist sehr anstrengend. Wir werden mehrmals nachts geweckt und müssen eine Stunde an irgendeiner Tankstelle verbringen. Morgens um 8 Uhr sind wir endlich total übermüdet in Sydney und fahren zu unserem Hostel, das in Bondi liegt, dem berühmtesten Strand Sydneys. Etwas unklug von uns ausgewählt, weil wir Bondi schon gesehen haben und nun immer den Bus in die Stadt und zurück zahlen müssen. Um 1 Uhr treffen wir uns mit Lisa an der Townhall und schlendern mit ihr durch die Stadt, während sie uns von ihren Reisegeschichten durch Neuseeland erzählt. Außerdem treffen wir auf zwei Freundinnen von Annika aus Deutschland, die in Sydney im Löwenbräuhaus arbeiten. Dummer Weise vergesse ich meinen Geldbeutel auf einer öffentlichen Toilette und kann ihn leider nicht mehr finden, als wir 15 Minuten später zurück kehren. Ich sperre also schnell mein Bankkonto und gebe eine Polizeianzeige auf in der Hoffnung, dass es ehrliche Leute gibt. Zum Glück befindet sich im Geldbeutel kein Geld bis auf die Kreditkarten und mein Führerschein. Ich überweise mein restliches australisches Erspartes auf Miris Konto, um es abheben zu können. Es ist ein ziemlicher Regentag und so gehen wir mit Lisa in eine Bar (Bar 333), nachdem wir Annikas Freundinnen im Löwenbräuhaus besucht haben. Am nächsten Morgen geht es wie immer schon sehr früh auf unsere nächste Tour in die Blue Mountains. Es regnet, weshalb anfang Wolken den schönen Ausblick einschränken. Aber am Nachmittag haben wir eine gute Sicht in die Weite der Berge, welche wirklich durch die bestimme Art an Eukalyptus blau schimmern. Wir wandern ein paar Rundwege am Abgrund entlang und sehen wieder wunderschöne Wasserfälle. Am Ende gelangen wir noch zu den 3-Sister, nach einer Sage der Aborignies 3 versteinerte Felsenfrauen, die von ihrem Vater verzaubert worden sind, um nicht von einem wildem Tier gefressen zu werden. Auch lernen wir einen Hilfeschrei des Aborigniestammes dort: "Q-wi" der als Echo in den Bergen zurückschallt. Wird dieser Ausruf wiederholt, weiß man Hilfe naht. Zudem besuchen wir noch einen Wildlife Zoo (Featherdale Wildlife Park) Insgesamt ein echt schöner Tag und wir kommen ausgepowert zurück nach Sydney. Damit ist unsere Ostküstenreise beendet, die Zeit an den unendlich langen Traumstränden vorbei und es geht am nächsten Morgen weiter mit einem Flug nach Alice Springs in das australische Outback, um den Uluru, Kata Tjuta und den Kings Canyon zu sehen. Die Ostküste wird mir immer in Erinnerung bleiben, das ist wirklich eine so geile Zeit gewesen. Unglaublich!

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Surfcamp in Woolgoolga

03April2014

Wir kommen nachts um halb 12 in Woolgoolga an, ein Kaff, das keiner kennt und zu dem normalerweise niemand gehen würde. Wir sind auch die einzigen, die dort aussteigen und haben mal wieder keine Ahnung was wir erwarten sollen. Wir werden mit einem Shuttlebus zum Camp gefahren und sind begeistert. Lagerfeuer, coole Stimmung und alle wollen uns animieren Party zu machen. Wir sind aber zu müde und müssen erst einmal richtig schlafen, zudem es am nächsten Morgen gleich zur ersten Surfstunde geht. Wir bekommen ein paar Basics zu den verschiedenen Wellenarten und Surfersignalen erklärt und die Grundtechnik, um vom Surfboard aufzustehen und Balance zu halten. Hört sich alles ziemlich einfach an, ist aber ziemlich schwer. Es ist allein schon ein großer Aufwand das Surfbrett ins Meer hineinzuziehen ohne von den großen Wellen wieder zurück gespült zu werden. Die Surflehrer stehen im Wasser und geben einem ab und an Tipps und helfen. Weil ich aber schon einmal in Warrnambool Surfen gewesen bin, weiß ich schon was auf mich zu kommt und schaffe es auch bald aufzustehen. Ständig sind die Wellen ins Gesicht geklascht oder haben einen völlig unter sich gespült. Ein Wunder, dass meine Kontaktlinsen nicht heraus gefallen sind. Das Brett ist mir zweimal gegen den Kopf geknallt und habe meinen Ellebogen im seichten Wasser verletzt. Nur 2 Stunden surfen und das ist es gewesen für den Tag. Das finden wir alle etwas wenig und wollen nachmittags gegen Gebühr nochmals ein Brett ausleihen. Weil wir aber so lange in der Sonne verbracht haben, ist mir etwas schwindelig und ich bleibe im Zimmer. Abends ist Karaoke Abend, an dem aber nur Annika und Miri teilnehmen, weil ich noch ziemlich erschöpft bin. Am nächsten Tag gibt es nocheinmal eine Surfstunde und alle haben sich verbessert und schaffen es schneller aufzustehen und zu surfen. Diesen Nachmittag bin ich beim zweiten mal Surfen auch am Start und wir surfen solange bis wir total erschöpft sind und keine Kraft mehr haben gegen die Wellen anzukämpfen. Leider sind wir hier nur zwei Tage und schaffen es kaum richtig Surfen zu lernen, was schade ist. Manche machen eine 3 monatige Ausbildung zum Surflehrer und haben es total drauf. Sie müssen aber täglich eine Fitness-, Theorie- und Praxisstunde hinter sich bringen. Sind großteils aber nur Jungs, die schon aussehen wie der typische Surferboy (langes blondes Haar und braun gebrannt mit Sixpack). Nachts geht es gleich weiter mit einer Nachtfahrt nach Sydney>

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Byron Bay

02April2014

Total erschöpft von der ganzen Feierei kommen wir nach Byron Bay, das persönliche Highlight vieler Backpacker, die wir zuvor auf unserer Reise getroffen haben. Inga und Kenneth haben uns schon ganz positiv davon erzählt. Die kleine Stadt ist voll von Hippies, Kunst und Mariuhana. Die Menschen sind mega entspannt, locker gekleidet mit Rasterlocken und spielen Reggae auf den Straßen. Überhaupt kein Business und Stress hier. Wir setzten uns Abends zu ein paar bekannten Au pairs aus Melbourne an den Strand und genießen den atemberaubenden Sonnenuntergang bei chilliger Atmosphäre. Tags darauf machen wir einen Tagesausflug nach Nimbin, ein reines Hippiedorf, das nur eine Straße groß ist, aber ziemlich kultig und bekannt. Dort gibt es süße kleine Geschäfte mit allen möglichen Krimskrams und kleine Cafés. Alle Einheimischen dort wirken etwas heruntergekommen und gleichzeitig flippig. An jeder Ecke stehen Frauen, die unaufällig Cookies mit Sonderwirkung loswerden wollen, die Polizei schon auf den Fersen. Mir ist das ganze nicht ganz geheuer und ich ignoriere die häufigen Anfragen. Trotzdem ist das ganze witzig anzusehen und ich frage mich wie die Menschen dort so leben können mit ihren Kindern und wieso die Polizei keine Maßnahmen ergreift. In unserem Bus angekommen, übrigens ein Hippie-Bus mit total relaxter Reggae Musik, schauen wir gespannt umher ob man bei jemand die Nebenwirkungen des Snacks feststellen kann. Auf unserem Weg zum Barbecue sind einige Israeler eingeschlafen, aber sonst ist uns nichts aufgefallen. Ansonsten haben wir noch einen schönen Wasserfall gesehen und abends sind wir mit den Melbourne Mädels in Byron feiern gegangen und haben einen Kerl von unserem Atlantic Clipper Segelboot wieder getroffen. Am nächsten Tag machen wir eine Byron Tour auf eigene Faust, leihen uns Fahrräder und fahrenden Berg zum berühmten Leuchtturm hoch. Von dort aus haben wir einen wirklich tollem Blick über ganz Byron und die Küste. Wir fühlen uns ziemlich sportlich nach monate langem nichts tun und genießen das letzte mal die Sicht auf einen der schönsten Strände Australiens. Am Nachmittag wird am Strand gesonnt und abends dort Pizza von Dominos gegessen. Um 18.30 geht es weiter nach Woolgoolga zum Surfcamp.

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Surfers Paradise

27März2014

Um 10 Uhr morgens kommen wir in Surfers Paradise an, dort stehen für uns keine geplanten Touren an. Wir freuen uns, dass wir endlich mal ausschlafen können und mal einfach ein bisschen am Strand liegen können und nichts zu tun. Der Beach in Surfers Paradise ist ganz anders als alle anderen, die wir zuvor gesehen haben. Statt Felsenkliffe oder Regenwald grenzt hier die Skyline direkt am Strand an. Einige finden es hier deshalb nicht so schön, auch da es hier wenig um die Natur geht, sondern eher um lange Partynächte zwischen Hochhäusern. Mich persönlich hat das ganze etwas an einen Partyurlaub auf Mallorca oder Bulgarien erinnert. Es gibt eine Hauptstraße auf der sich das Nachtgeschehen abspielt. Mindestens 20 Bars und Clubs nebeneinander. An unserem ersten Abend hat es aus allen Eimern geregnet und das ganze so heftig, dass wir nichts machen konnten und dann früh ins Bett sind. Am zweiten Abend haben wir dann mal die Partymeile getestet und sind in den Club Vanity. Ist ein echt cooler Abend geworden, vorallem weil unser ganzes Hostel zuvor ein gemeinsames Barbecue hat und wir dann alle zusammen in einer großen Gruppe weg gegangen sind. Am dritten Abend ist dann unsere 'Big Night Out'. Mit den selben Leuten wie am Tag zuvor geht es in 4 verschiedene Clubs, mit jeweils einem Freigetränk. Die Stimmung ist richtig gut, das ganze wirkt wie die Shuttleparty aus Würzburg, nur dass es hier Pubcrawl ist, was heißt man verlässt alle 1 1/2 Stunden gemeinsam jeden Club, und dass man satte 30 AU$ dafür zahlen muss. Nachts gönnen wir uns jeweils Hungry Jacks und einen Döner, der hier aber leider überhaupt nicht so schmeckt wie zu Hause (an meinem ersten Tag daheim wird erst einmal ein richtiger Döner geholt). Tagsüber liegen wir an dem Kilometer weiten Strand, Sonnen uns und Schlafen. So wie es in einem Partyurlaub sein soll.


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Brisbane

25März2014

Endlich sind wir nach langem wieder in einer großen Stadt. Die Leute wirken wieder gepflegter und wir rennen auch nicht mehr ganz so chillig rum. Leider regnet es die ganzen Tage dort, aber da wir eine Sightseeing-Tour machen ist das nicht so schlimm. Am ersten Tag gehen wir erst einmal shoppen auf der Queenstreet und Essenavorräte einkaufen. Im Supermarkt herrscht immer die angespannteste Stimmung zwischen uns. Das Sprichwort "beim Essen hört die Freundschaft auf" ist wohl wahr! Es ist jedes mal eine große Diskussion, was eingekauft wird und was wir wie essen, weil wir es aus unserer Gemeinschaftskasse zahlen. Ist der Einkauf aber einmal geschafft sind wir ein gutes Team und teilen alles miteinander. In unserem Hochhauszimmer lernen wir Dan aus London und Daniel aus Schweden kennen. Zusammen beschließen wir am Rivercruise von Peterpans, unserer Reiseagentur, teil zu nehmen, essen kostenlos Pizza und haben einen tollen Blick auf die Stadt von der Fähre aus. Abends geht es noch weg in die Discothek 'Down Under', um 4 Uhr morgens kommen wir völlig übermüdet im Hostel an und schlafen erst einmal aus, um etwas Schlaf nachzuholen. Am nächsten Tag besichtigen wir die Townhall und ihren alten Glockenturm, haben uns einige Museen angeschaut und sind South Bank entlang geschlendert. Wir sind zum ersten mal so richtige Städtetouris und machen viele Bilder. Die letzte Nacht in Brisbane ist dann wieder eine ruhige Nacht.



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Noosa und Kanucamptour in den Everglades

22März2014

Nach einem Tag chillen und shoppen in Noosa geht es direkt weiter in das nächste Abenteuer. Auf dem Programm steht eine Kanutour in den Everglades, wir haben keine Ahnung, was wir uns darunter vorstellen können. Mit 16 Leuten werden wir in einem Boot auf dem Upper Noosa River Richtung Everglades gefahren. Ausgerüstet mit 15 l Wasser pro Kanu, einer Zelttonne, einer Tonne für persönliche Utensilien und einem Kochset besteigen wir unser 3-Mann Kanu und paddeln den Fluss aufwärts zu unserer Campsite. Da Annika, Miri und ich zu dritt sind geht es ganz schön schnell voran und wir folgen dem irisch/schwedischen Team, das meint den Weg zu kennen. Keine so gute Idee, wir verfahren uns erst einmal und gelangen auf einen großen See und von dort aus nur in Sackgassen. Wir drehen um und finden auf dem Rückweg glücklicher Weise zwei alte Camper, die uns den Weg zeigen. Nach einer dreistündigen Fahrt durch eine wunderschöne Natur kommen wie endlich am Zeltplatz an. Das besondere an den Everglades ist nämlich, dass sich alles im Wasser spiegelt, da dieses durch das Teebaumöl der Bäume schwarz gefärbt ist. Die Eukalyptusbäume hängen halb in den Fluss hinein und im Wasser sind sie nocheinmal zu sehen, was total beeindruckend aussieht. Die anderen Campteilnehmer haben schon längst ihre Zelte aufgebaut und schwimmen im Wasser, das zum Glück keine Krokodile in sich hat, weil wir langsam aus den Tropen herauskommen, dafür aber Bull-Sharks. Die anderen sind vorwiegend Deutsche und vorallem Pärchen. Ein ganz anderes Flair als das Zelten auf Fraser Island. Eher eine kuschelige, gemütliche Runde. Wir laden also auch unser Kanu aus und bauen unser Zelt bei den Engländern auf. Um 4 beginnen wir schon mit dem Kochen, weil es schon um 6 dunkel wird. Auf unserer Campside gibt es 2 Holztische auf denen wir unseren Minigasherd ausbreiten und Nudeln kochen. Etwas weiter entfernt liegendes gibt es ansonsten nur noch ein Plumbsklo. Ziemlich schnell teilt sich das Zelt in eine deutsche und eine englische Gruppe an den jeweiligen Tischen, fanden wir anfangs schade, aber bald stellt sich heraus, dass die deutschen Pärchen echt cool sind. Anja und Christoph aus Dresden, arbeiten zusammen in der Commerzbank, Inga und Kenneth, die schon ein Jahr lang durch Südamerika gereist sind, Andrea und Lorenzo, zwei Abiturienten und Jan, der in Würzburg Medizin studieren will. Der Himmel ist sternenklar, ich habe noch nie so viele Sterne gesehen! Wir sitzen bis 10 am Tisch und quatschen. Es ist stockdunkel und mega gruslig, weshalb wir immer zu dritt auf die Toilette sind. Unsere Ängste sind nicht unbegründet: Eine Schlange schlängelt sich 10 cm am Annikas Füßen vorbei, Leguane springen auf die Tische und laufen um die Zelte herum und man kann nicht einmal seine eigene Hand sehen. Am zweiten Tag geht es weiter mit den Kanus Fluss aufwärts, diesmal im 2er mit Jan, weil der Schwede unser 3er Kanu genommen hat. Wir halten an einer weiteren Campside und chillen in dem gesunden Wasser. Jan und ich fahren noch weiter Fluss aufwärts und schauen uns weiße Sandstrände an. Ziemlich früh geht es in unser Camp zurück und alle kochen zusammen. Diese Nacht geht es bereits um 8 ins Bett, um um 4 Uhr morgens den Sonnenaufgang auf dem Fluss anzusehen. Leider haben wir wieder mal keinen Schlafsack, kein Kopfkissen und nichts Warmes dabei, weshalb wir mega frieren und unser Rücken ist total verspannt von den ganzen schlechten Betten in letzter Zeit. Nur ich, Inga und Kenneth und Jan schaffen es sich aus dem Bett zu quälen und haben einen wunderschönen Blick auf den von der Sonne rot gefärbten Fluss. Wieder mal etwas ganz anderes als alles, was wir zuvor erlebt haben. Wir bauen nur noch die Zelte ab und paddeln zurück zum Ausgangspunkt. Alle froh überlebt zu haben ohne Führer und mit all den wilden Tieren. Zurück in Noosa haben wir mit Inga und Kenneth und Jan ein Barbecue und verabschieden uns. So schade, man lernt immer so coole Menschen kennen und geht dann wieder getrennte Wege. Abends sind wir im Hostel Ausruhen. Ich skype gerade mit meiner Mama und zeige ihr das Hostel, als ich plötzlich in Franzi hineinlaufe. wow!! So ein Zufall und diesmal haben wir davon überhaupt nichts geahnt! Nocheinmal sehen ist nicht mehr drin, weil Franzi in einer Woche wieder daheim ist.



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Jeeptour auf Fraser Island

18März2014

Unsere Reise geht weiter nach Rainbowbeach, von wo aus wir an einem geführten Abenteuercamp mit Jeeps auf Fraser Island teilnehmen. Dort angekommen geht es erst mal in den Minisupermarkt für die Woche einkaufen, wie immer wird natürlich genau auf die Preise geachtet und nur das nötigste gekauft. Darauf chillen wir erst einmal, waschen Wäsche und sortieren uns neu. Wir sind nämlich ganz schön fertig von den ganzen Touren und den knappen Schlaf. Zudem gibt es ein Vorbereitungstreffen, bei dem wir ein Lehrfilm über das Autofahren, speziell für Fraser anschauen, in 8er Teams aufgeteilt werden und unsere Führerscheine vorzeigen müssen. Unser Team besteht aus Haley und Emma, zwei Engländerinnen, dem Kanaden Chris, dem Holländer Axel und sein deutscher Reisepartner Felix und aus uns. Immer wieder wird uns erklärt, dass die folgenden drei Tage kein Urlaub sondern ein "adventure" werden soll. Was das heißen soll, finden wir am nächsten Tag heraus und legen uns schon um halb neun ins Bett, damit wir mit vollen Kräften in dieses Abenteur starten können. Am nächsten Morgen gibt es frühs für alle kostenlose Pancakes und Essenskisten/Kühlboxen für den Goon stehen für die Gruppen bereit (Neben uns gibt es noch 3 andere Teams). Wir bekommen unser Auto und einen Essens-/Rezeptplan zugewiesen und packen erst einmal alles zusammen. Los gehts! Axel schließt seine Party-/Chillmusik an und wir lassen Felix vors Steuer, da er am vertrauenswürdigsten wirkt. Es geht mit einer Fähre nach Fraser Island, während der Fahrt fangen wir an uns besser kennenzulernen und Blödsinn zu machen. Wir cruisen auf den Sand herum, rechts von uns das Meer und links die Sanddünen. Fraser Island ist nämich eine reine Sandinsel, 120 km lang und 24 km breit. Die Stimmung ist blendend und die Musik auf voller Lautstärke. Ab und an begegnen uns wilde Dingos, die hier vermehrt vorkommen. Unser Teamleiter Brandon warnt uns aber davor ihnen zu Nahe zu kommem, weil es schon öfter vorgekommen sein soll, dass sie seine Teilnehmer wund gebissen haben.

Nach einer Stunde Fahrt am Strand geht es auf einen schmalen hückeligen Innlandspfad zum Lake McKenzie, ein kristalklarer Süßwassersee. Der Anblick ist wirklich atemberaubend!

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Weiter geht es zu unserem Camp. Chris übernimmt das Steuer und wir werden quer durchs Auto geschleudert, weil die Strecke extrem Kurvik und steil ist.

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Am Camp angekommen sind wir ein wenig schockiert über die dort herrschenden Verhältnisse. Ein Aboriginie überreicht uns einen Besteckkasten. In diesem finden wir Schneidebretter, auf dem sich Maden befinden aufgrund von stinkenden, altem rohen Fleisch. Das halbe Essen von dem Team zuvor befindet sich noch vergammelt auf den Tellern, weshalb wir beschließen erst einmal abzuwaschen. Das einzige Waschbecken befindet sich in der Frauendusche, es gibt keinen Schwamm, kein Spüli, nur heißes Wasser. Zudem fließt das Wasser nicht ab und ich stelle mich mit den Töpfen in die heruntergekommen nach Urin stinkende Dusche um unser Teamgeschirr abzuwaschen. Aber ist ja nunmal ein Abenteuer! Nach unserem Kochplan beginnen wir zu kochen und in unserer Runde zu quatschen. Es gibt Goon und Bier und kurz darauf eine Campparty, die bald am Strand verlegt wird, die Jeeps in einem Kreis mit laut aufgdrehter Musik, um die Dingos abzuwehren.

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20140320-183733.jpg Um drei Uhr nachts fallen wir in unsere Zelte, ohne Isomatte, Schlafsack und Zähneputzen. Das nenne ich mal hardcore Zelten. Um 7 gehts nach einer spärlichen Dusche weiter zu dem sogenannten Hangovercreek. Ich bin an der Reihe zu fahren. Nervös starte ich den Jeep, nach ein paar Minuten gewöhnt man sich aber an das fahren. Ständig muss man Gegensteuern um nicht in Palmen zu rauschen und im weichen Sand stecken zu bleiben. Die ganze Fahrt ist ein ständiges Gehopse und Herumgeschleudert. Ein Trinkwasser-sauberer eiskalter Fluss, der uns alle aufgeweckt hat. Dann geht es an die Spitze der Insel, wo wir auf die "Champanger Pools" treffen (Meereswasser, das in große Steinkuhlen gespült worden ist). Wir verweilen an jedem Ort eine Weile und gehen zum Teamkochen zurück ins Zelt und kochen auf einem Steinzeitgaskocher rusige Steaks. Auf Duschen verzichten wir dir Tage, weil nach 5 min der Dreck und Staub wieder auf unserem ganzen Körper verteilt ist. Trotz Mückenspray leiden wir unter Schnarkenstichen und Annika hat seit mehreren Tagen ein verstopftes Ohr. Die zweite Nacht halte ich nur bis 12 Uhr durch, durch meine Erschöpfung viel es mir leicht zu schlafen. Am nächsten Morgen sind alle total erledigt mit Kopf-/Rückenschmerzen und Müdigkeit. Einige haben es nicht mehr ins Zelt geschafft, wurden jedoch glücklicherweise nicht von Dingos angefallen. Wir fahren zu einem Shipswreck, das seit 100 Jahren an der Küste liegt und laufen einen 45 minutigen Pfad durch den Dschungel zum Lake Wabby. Auf dem Weg laufen wir durch schneeweiße Sanddünen und fühlen uns wie in einer Wüste. Emma rutscht auf dem Weg aus und zieht sich eine tiefe Schnittwunde zu, ungünstig bei dem vielen Dreck und Sand. Wir spülen die Wunde aus und Haley holt meinen ersten Hilfekoffer. Emma wartet auf uns im Jeep während wir uns den See anschauen.

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Nun ist der Trip leider vorbei, es geht zurück aufs Festland, in unserem Hostel feiern unsere Gruppen eine Aftershowparty. Ziemlich kraftlos, aber ist ja nunmal unsere letzte gemeiname Nacht und wir sind ein echt eingeschworenes Team geworden.
Um 12 gehts schon ins Bett, weil es am nächsten Morgen bereits um 7 weiter mit dem Bus nach Noosa geht. Völlig erledigt sind wir heute im Hostel angekommen, sind am Pool eingeschlafen und haben nichts mehr weiter machen können. Morgen geht es Noosa erkunden und dann erwartert uns ein weiterer Campausflug in die Everglades!

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Mit dem Atlantic Clipper durch die Whitsundays

14März2014

Mit dem Atlantic Clipper durch die Whitsunday Islands

Heute beginnt wohl einer unserer schoensten Trips der gesamten Reise. Wir besegelen die Whitsundays, 74 Inseln mit den schoensten Straenden der Welt. Das Wasser ist tief tuerkis und die Straende weiss. Wir betreten also unser Segelpartyboot und treffen auf unsere witzige und etwas spezielle Crew. Sie informieren uns darueber, dass unser Schiff das groesste und beliebteste Schiff ist, dass hier das Meer durchkreuzt, leider aber auch eines der teuersten. Dafuer wird uns aber auch einiges geboten. Es gibt einen Whirlpool auf dem Schiff, Mengen an Essen und wir besichtigen eine Reihe an unglaublich schoenen Orten. Am ersten Tag gibt es eine Vorstellrunde, alle lernen sich langsam kennen. Weil es abends regnet und es einigen Leuten schlecht geht auf Grund von Seekrankheit, ist die Party in der ersten Nacht eher gemaessigt. Um halb 12 liegen wir also schon im Bett, da wir vom Captain am naechsten morgen bereits um 6.30 geweckt werden, um das meiste aus dem Trip herauszuholen. Die Crew legt naemlich unglaublich Wert darauf, dass der Trip nicht ein einziges Besauefnis wird und sich am Ende keiner mehr an die unglaublich schoene Natur um uns herum erinnern kann. Das Schlafen in den engen Kabinen ist eine Herausforderung, eingeklemmt zwischen Annika, Wand und der Decke, kann ich vor lauter Platzangst kaum schlafen. Nachdem wir aber am naechsten Tag zum schoensten Strand der Welt Whiteheaven kommen, ist die Muedigkeit schnell vergessen. Die Crew und alle Teilnehmer machen tausende von Bildern. Ich bin total ueberwaeltig von der Schoenheit des Strandes. Angeblich ist der Sand der feinste der Welt und der weisseste. Man koennte sogar seine Zaehne damit putzen oder es als Gesichtspeeling benutzen. Das Wasser total klar und tuerkis ist total seicht und warm. Einfach unvergesslich! Man kennt sich jetzt schon besser und es entstehen coole Gruppenbilder, die Crew heizt die Stimmung ganz schoen auf. Nachmittags wird nochmals im Great Barrier Reef geschnorchelt und wir sehen eine riessige Menge an bunten Fischen, fast besser als in Cairns. Wir rutschen die Wasserrutsche hintunter, die an unser Segelboot befestigt ist und machen Koepfer in das Meer hinein. Neben mir schwimmen riessige Fische 1 Meter gross und kommen uns ganz schoen nah, etwas beaengstigend. Abends wird dann richtig gefeiert, die Crew hat ihre etwas gewoehnugnsbeduerftigen Partyspielche ausgepackt und Annika, Miri und ich trinken unseren Goon(der beliegste in Australien verfuegbare Wein 4 L in einem Beutel fuer 10 Dollar, von dem jeder Backpacker weiss, welche Kopfschmerzen er am naechsten Tag bereiten kann). Dann gibt es eine Bad-Taste Feier, bei der sich die Kerle Bhs anschnallen und im Nachtkleidchen auftreten. Das ganze lockert dermassen die Stimmung, es entstehen coole Gespraeche und um uns herum diese atemberaubende Umgebung. Echt cool! Am naechten Morgen werden wir wieder durch den Gesang der Crew um 6.30 geweckt. Es geht ein letztes mal Schnorcheln und wir sehen Elvis einen riesen Fisch mit dicken Lippen. Danach geht es zurueck nach Airlie Beach. Wir muessen uns leider von allen Verabschieden und koennen auf der Aftershowparty auf dem Festland nicht dabei sein, da unser Bus nach Rainbowbeach schon um 17.30 abfaehrt. Wir schmuggeln uns nochmal ins Hostel ein, geniessen den Pool und eine Dusche und laufen zum Bus, wo wir auf einen Polizeiueberfall im Bus treffen. 3 Passagiere im Bus haben wohl etwas verbrochen, was genau ist unklar. Vermutlich Drogenschmuggel oder Dieblstahl. Alle im Bus werden grundsaetzlich verdaechtig mit drinnen zu haengen. Die Uebeltaeter haben sich aber zum Glueck freiwillig gestellt, nur eine Frau genoss die Anonymitaet des Busses und konnte fluechten. Mit einem etwas unbehaglichen Gefuehl fahren wir die Nacht durch nach Rainbow Beach, von wo aus wir unseren Cheeptrip auf Fraser Island starten.

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